Vulkan-Expreß
|
![]() |
Lok V und VI Baureihe Px48 |
|
Baujahr 1951 |
Die Dampflokomotiven V und VI der Baureihe Px 48
Nach dem Zweiten
Weltkrieg zeichnete sich für die Schmalspurbahnen
in Polen mangels
Alternativen eine erhebliche Bedeutung für die Transportaufgaben ab. Die Spurweiten
wurden vereinheitlicht. Das teilweise demontierte pommersche Schmalspurnetz
wurde einheitlich in Meterspur
wiederaufgebaut. Das hierfür nötige Material wurde durch Umspurung der Ełcka
Kolej Dojazdowa, der Śmigielska
Kolej Dojazdowa und der Średzka
Kolej Dojazdowa auf 750 mm gewonnen. Gleichzeitig wurden auch Bahnen mit der
Spurweite 600 mm auf 750 mm umgespurt sowie 1950 die Nasielska
Kolej Dojazdowa und die Starachowicka
Kolej Dojazdowa vollständig neu errichtet. Hieraus ergab sich ein
erheblicher Bedarf an Lokomotiven für 750 mm.
Die Konstruktion begann 1948. Als Ausgangspunkt diente dabei die ab 1929 gebaute Baureihe Px29. Da abzusehen war, dass der Lokomotivbedarf nicht vollständig zu decken sein würde und somit sehr lange Umläufe gefahren werden müssen, erhielten die Lokomotiven große Vorratsbehälter und wurden als Schlepptenderlokomotive mit vierachsigem Tender ausgeführt.
Die neue Baureihe wurde entsprechend dem Konstruktionsjahr als „Px48“ bezeichnet, die Tender erhielten die Bezeichnung „Pt6x48“. Von 1950 bis 1955 wurden 93 Px48 für die PKP gebaut. 18 weitere Px48 wurden für Industriebahnen gebaut, teilweise auch in der Spurweite 785 mm. Diese gelangten unter ihrer Fabriknummer zum Einsatz. Von letzteren gelangten drei Stück nach wenigen Jahren als Px48-2701 bis -2703 zur Oberschlesischen Schmalspurbahn der PKP. In den 1960er Jahren wurden sie auf 750 mm umgespurt und als Px48-1925 bis -1927 bezeichnet.
1949 wurde eine Variante mit dreiachsigem Tender konstruiert und als Baureihe Px49 bezeichnet. Px49-1798 wurde durch Tausch des Tenders zur Px48-1798.
Von 1969 bis 1974 wurden 17 Px48 auf Meterspur umgespurt, sie erhielten die Nummern Px48-3900 bis 3916. 1996 entstand die Px48-3917 aus der Px49-1791.
Die Px48 kamen auf allen 750-mm-Bahnen der PKP zum Einsatz, sie dienten sowohl dem Personen- und Güterverkehr. Nach Lieferung der Baureihe Lxd2 ab 1967 und durch Streckenstilllegungen wurden die Px48 nach und nach entbehrlich. Ein Teil blieb für touristische Einsätze betriebsfähig, weitere blieben als Denkmal erhalten oder wurden für touristische Einsätze ins Ausland verkauft. Der Einsatz im regulären, nichttouristischen Personenverkehr endete 2000, als die Średzka Kolej Dojazdowa auf Triebwagenbetrieb umgestellt wurde. Einsätze im Güterverkehr endeten etwa zur gleichen Zeit bei der Gnieźnieńska Kolej Dojazdowa.
Vier Px48 wurden in der Spurweite 762 mm ab Werk nach China geliefert, eine weitere 760-mm-Lok nach Albanien.
Lok V Einfahrt in den Bahnhof Oberzissen. Anfang April 2000 Foto: Markus Doll
Lok VI Rangierfahrt der Lokomotive VI im Bahnhof Oberzissen. Anfang September 1997. Foto: Markus Doll
| Px48-3906 ex Px48-1750 Fa. Nr.: 2135 Baujahr: 1951 Spurweite: 1000 mm |
Sprzedany (1989), Niemcy, Brohltal Schmalspureisenbahn |
||
| Px48-3913 ex Px48-1753 Fa. Nr.: 2248 Baujahr: 1951 Spurweite: 1000 mm: |
Sprzedany (1990), Niemcy, Brohltal Schmalspureisenbahn |
Übersicht aller Px 48
Technische Daten
| Nummerierung: | Px48-1721 bis -1790 Px48-1901 bis -1924 |
| Anzahl: | 111 |
| Hersteller: | Fablok, Chrzanów |
| Baujahr(e): | 1950–1955 |
| Achsformel: | D |
| Spurweite: | 750 mm, 785 mm, 1000 mm (nach Umbau) |
| Länge über Puffer: | 12.826 mm |
| Dienstmasse: | 22,0 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 35 km/h |
| Treibraddurchmesser: | 750 mm |
| Zylinderanzahl: | 2 |
| Zylinderdurchmesser: | 320 mm |
| Kolbenhub: | 360 mm |
| Kesselüberdruck: | 13 bar |
| Rostfläche: | 1,2 m² |
| Überhitzerfläche: | 12,5 m² |
| Verdampfungsheizfläche: | 39,0 m² |
| Wasservorrat: | 6,0 m³ * |
| Brennstoffvorrat: | 4,0 t * |
Weitere Informationen zum Projekt Lok 11sm:
Weitere Informationen zu den Lokomotiven der Bauart Mallet

Übersicht
der erhaltenen Mallet-Lokomotiven in Deutschland bei Malletlok.de